Being in Flux: A Processual View of Language and Power
Wie sollen wir Sprache, Bedeutung und Macht verstehen, wenn die Realität selbst nicht aus stabilen Entitäten, sondern aus fortlaufenden Prozessen und Beziehungen besteht? In diesem Workshop, der im Rahmen des Forschungskolloquiums Gegenwartsphilosophie stattfindet, wird der estnische Philosoph und Schriftsteller Rein Raud untersuchen, wie wir Identitäten, soziale Strukturen und Formen der Autorität als etwas verstehen können, das sich aus dynamischen Interaktionsmustern herausbildet, anstatt auf festen Grundlagen zu beruhen. Besondere Aufmerksamkeit wird der Frage gewidmet, wie Sprache und Macht aus einer solchen prozessualen Perspektive verstanden werden können.
Rein Raud ist Distinguished Professor für Asien- und Kulturwissenschaften an der School of Humanities der Universität Tallinn. Sein Forschungsspektrum ist breit gefächert und reicht einerseits von Kultursemiotik und Soziologie bis hin zu Prozessphilosophie und Subjekttheorien und andererseits zu verschiedenen Aspekten der asiatischen und westlichen Kulturgeschichte. Zu seinen wissenschaftlichen Büchern gehören Being in Flux: A Post-Anthropocentric Ontology of the Self (Polity, 2021), Asian Worldviews: Religions, Philosophies, Political Theories (Wiley-Blackwell 2021) und Practices of Selfhood (zusammen mit Zygmunt Bauman, Polity 2015). Darüber hinaus hat er fünf Gedichtbände, sieben Romane sowie mehrere Sammlungen von Kurzgeschichten und Theaterstücken veröffentlicht.
Datum: 15.06, 12:00-14:00 (c.t.)
Ort:
Tagungsraum des Internationalen Zentrums für Philosophie NRW (IZPH)
Poppelsdorfer Allee 28
53115 Bonn
3. Etage (Aufzug vorhanden)
Eingangsbereich nicht barrierefrei